Lieferantenkredit
Zwischen der Lieferung einer Ware oder der Werk- bzw. Dienstleistung und ihrer Bezahlung liegen je nach Branche und Land üblicherweise zwischen 0 bis 210 Tage.
Durch diese teilweise langen Zahlungsziele entstehen Lieferantenkredite, die inzwischen in Deutschland zu den wichtigsten Finanzierungsformen für Unternehmen gehören. Diese entsprechen dem Volumen der Banken für sämtliche kurzfristigen Kredite.
Doch anders als bei den Bankkrediten, ist diese Kreditform nur schlecht abgesichert (i.d.R. nur mit dem Eigentumsvorbehalt).
Im Export ist der Eigentumsvorbehalt oder das Pfandrecht wegen der unterschiedlichen Rechtslage oft nicht durchsetzbar. Je nach Dauer des Zahlungszieles, Rechtssystems im Ausland und den länderspezifischen Handelsausprägungen vergrößert sich das Risiko und wird immer unkalkulierbarer.
Eine Kreditversicherung schützt den Lieferanten vor Verlusten durch Zahlungsausfall sowohl bei inländischen als auch bei ausländischen Geschäften. Und das in dreifacher Weise:
Verhütung von Schäden durch Übernahme von Kreditprüfungs- und Überwachungsaufgaben
Minderung von Schäden durch Übernahme des Inkasso und des Mahnverfahrens sowie Bündelung von Lieferanteninteressen
Schadenvergütung bei auftretenden Schäden
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