Aktuell | Ein Service der Atevis Aktiengesellschaft
Delcredere Länderblickpunkt - Argentinien
Argentinien: Staatsinterventionismus bedroht Investitionsklima im Land
- Nach der Enteignung des Ölkonzerns YPF: Rohstoffsektor unter Druck
- Wirtschaftswachstum wird sich abschwächen
Staatliche Eingriffe: Argentiniens Status als Netto-Ölexporteur bedroht
Nach der geplanten Verstaatlichung des größten argentinischen Ölkonzerns YPF (Yacimientos Petrolíferos Fiscales) durch die Regierung Kirchner geraten der Energie- und der Bergbausektor in Argentinien zunehmend unter Druck.
Im Zuge ihrer protektionistischen Wirtschaftspolitik mit dem Ziel, den Überschuss in der Leistungsbilanz wieder herzustellen, hat die Regierung jüngst zahlreiche Kapitalverkehrskontrollmaßnahmen vorgenommen.
Diese verlangen von den Öl- und Bergbaugesellschaften unter anderem, dass sie ihre Exporterlöse in Argentinien belassen. Zusätzlich verlangt der Staat, dass die Ölunternehmen stärker investieren, da der Ölverbrauch in den letzten Jahren stark gestiegen ist, während die Ölproduktion sinkt.
Aufgrund des ungünstigen Geschäftsumfelds und der seit einem Jahrzehnt eingefrorenen Energiepreise konnten viele Ölkonzerne jedoch keine weiteren Investitionen tätigen. Neben der Verstaatlichung von YPF hat die argentinische Regierung daher einzelne Betriebsgenehmigungen entzogen, unter anderem von Petrobras, Argenta Argentina SA und Tecpetrol SA.
"Dieser staatliche Interventionismus stellt eine massive Gefahr für das Investitionsklima im Land dar", sagt Christoph Witte, Deutschland-Direktor des Kreditversicherers Delcredere.
"Energievorkommen und Bodenschätze sind elementare Standbeine der argentinischen Wirtschaft. Die zunehmenden staatlichen Eingriffe führen dazu, dass Argentiniens Status als Netto-Ölexporteur bedroht ist", so Witte.
Das wirtschaftliche Risiko für Geschäfte mit Argentinien stuft der Kreditversicherer daher als hoch ein (Länderklasse C). Das kurzfristige politische Risiko bewertet Delcredere aktuell als mäßig hoch (Länderklasse 4), der Ausblick ist negativ.
Ende der expansiven Geldpolitik erforderlich
2011 konnte die argentinische Wirtschaft noch ein kräftiges Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent verzeichnen. Gründe hierfür waren unter anderem hohe Rohstoffpreise und eine solide Nachfrage aus Brasilien.
Die Gewinner 2012
Mit guter Finanz-Kommunikation die Chancen des Aufschwungs besser nutzen.
Klare und transparente Finanz-Kommunikation sorgt für eine starke Kapitalbasis, insbesondere bei mittelständischen Unternehmen. Dies belegen die von Euler Hermes durchgeführten Studien und die beispielhaften Maßnahmen unserer Preisträger des Wirtschaftspreises "Beste Finanz-Kommunikation im Mittelstand".
Aber was ist eigentlich Finanz-Kommunikation und wie kann sie helfen, die Kreditklemme und damit Liquiditätsengpässe zu verhindern?
Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Ihnen die von Euler Hermes gegründete Initiative „Beste Finanz-Kommunikation im Mittelstand“.
Dabei bewahrheitet sich immer mehr: Die offene, transparente, partnerschaftliche und vertrauensvolle Kommunikation zwischen mittelständischen Unternehmen und ihren Kapitalgebern gewinnt ganz besonders in Krisenzeiten immer größere Bedeutung.
Weitere Informationen finden sie hier!
Sparen Sie sich die Mietkaution oder holen Sie sich Ihr Geld doch einfach zurück!
Kontreu Steuerberatungsgesellschaft mbH | Aschaffenurg





